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Viele Tänze finden ihren Ursprung in der Sklaverei. Mit der Musik, durch singen und tanzen konnten verschleppte und unterdrückte Menschen ihre Gefüle und ihr Leben am besten ausdrücken. In der Zeit zwischen 1480 und 1900 wurden über 40 Millionen Schwarze aus Afrika gewaltsam in die Kolonien der Neuen Welt verschleppt. Nach und nach vermischte sich in Südamerika die afrikanische Kultur, Religion, Mythologie und Musik mit derjenigen der Eingeborenen. Aus diesem Kulturmix entwickelten sich die vielfältigsten afroamerikanischen Tanzstile.

In der zweiten Hälfe des 16. Jahrhunderts wurden Schwarze aus Afrika nach Kuba verschleppt, um dort als Sklaven unter der spanischen Herrschaft zu arbeiten. Getanzt wurde auf vielfältige Art und Weise; Ausgangspunkt war die wellenförmigen Bewegung der Schultern, die bis in die Arme und Finger fortgesetzt wurde.
Nach der Abschaffung der Sklaverei in Kuba um 1886 entstand eine neue Art von Gesang und Tanz, deren verschiedene Ausformungen die Grundlage für die rhytmischen und musikalischen Eigenheiten der Rumba bildeten. Der Sänger gibt den Rhytmus mit einem Paar Claves vor. Das sind Stäbe aus hartem Holz, die gegeneinander geschlagen werden (kommt heute in fast jedem Salsalied vor). Aus diesen Tänzen wurde später die Habanera und schliesslich die moderne Rumba entwickelt. Die heute ebenfalls bekannten Tänze Beguine, Mambo und Cha-Cha-Cha sind Folgetänze der Rumba.

Um 1900 entstand aus dieser bunten Tanz- und Musikszene der Jazzdance, welcher im Wesentlichen von den Kongotänzen abstammt. Jazzdance hat nicht nur den Rock'n'Roll beeinflusst, sondern unter anderem auch den um 1978 aufgekommenen Street Dance, ein Sammelbegriff für alle so genannten "Strassentänze".
Dazu gehören beispielsweise Breakdance (1979), Electric Boogie (1980; pantomimische Version des Breakdance), HipHop Dance (1990) und House/Techno (1998). Der Ursprung all dieser Street Dance-Richtungen liegt in New York, wo schwarze Jungs auf offener Strasse zu Rap-Musik, also zu gesprochener Musik tanzten.
1911 wurde in einem New Yorker Stadtteil das Musical "Balling the Jack" uraufgeführt, in welchem Texas Tommy getanzt wurde. Texas Tommy ist die Frühform des Hop, bzw. des Lindy Hop (benannt nach Charles Lindbergh, dem Fliegerpiloten). Der aus hüpfenden und akrobatischen Bewegungselementen bestehende Lindy Hop war der Tanz der 20-er Jahre. Doch bereits 1935 wurde er vom Jitterbug (zu deutsch: Zitterwanze) verdrängt, einem Vorläufer des Jive.
Neben dem Lindy Hop genoss während der Swing-Ära ein zweiter Tanzstil aus der unendlichen Vielfalt der afroamerikanischen Musik- und Tanzszene besondere Anerkennung: der Blues. Er entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Nordamerika wo später der Swing kreiert wurde. Blues und Swing begannen sich zu vermischen. Der Stil, den man zu diesem Musik-Mix tanzte, war der heute noch beliebte Boogie-Woogie.

Der Rock'n'Roll-Tanz war die entsprechende Musik, welche die Rassenschranken endgültig durchbrach. Fast die ganze Welt war im Rock'n'Roll Fieber, welches sich 1954 mit dem Lied "Rock around the Clock" von Bill Haley, welches die Welt eroberte, endgültig durchsetzte.
Jedenfalls mit Elvis Presley (8.1.1935 - 16.8.1977) erfüllte sich dieser Wunsch. Sein Tanzstil, welcher vor allem durch Hüftbewegungen Aufsehen erregte, brachte ihm die Übernamen "King" und "Elvis the Pelvis" (Elvis, das Becken) ein. Manche Fernsehsender zeigten ihn nur von der Taille aufwärts, weil sich viele Leute an seinen obszönen Beckenbewegungen störten. 1973 erreichte Elvis Presley mit seiner Show 'Aloha from Hawaii', mit der er rund einen Drittel der Weltbevölkerung vor den Bildschirm lockte, weltweite Anerkennung.
Elvis hatte den Weg bereitet, den später die Beatles, die Rolling Stones, die Bee Gees und viele andere begingen. Wie John Lennon einmal sagte: "Before Elvis there was nothing." Natürlich gibt es noch weitere bekannte Namen aus der Rock'n'Roll-Ära; beispielsweise Buddy Holly, Roy Orbison, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis, Little Richard, The Drifters etc.
1960 setzte sich mit Chuby Cheker der Twist durch und erlangte internationale Anerkennung. Dies nachdem er bereits 1928 erstmals auf Platte erschienen war. Gleichzeitig spaltete sich die Beat- und Rock-Musik, welche in erster Linie durch die Beatles bekannt worden war, vom Rythm&Blues ab.

    



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